Die neue Saison ist für die SG Sendenhorst erst drei Spieltage alt. Durchzogen wird sie bislang von starken Schwankungen. Bei der 29:37-Auftaktniederlage gegen Hesselteich sah Trainer Andreas Schwartz seine Belegschaft in nicht konkurrenzfähigem Zustand, beim 28:26-Heimsieg gegen Havixbeck zeigte das Team immerhin Moral, holte einen Sieben-Tore-Rückstand auf und gewann schließlich im Zielsprint. Nun dies: 23:41 (12:23) verloren die Landesliga-Handballer beim Spitzenreiter in Isselhorst. Selbst der Übungsleiter sprach in dem Zusammenhang von einer „Tracht Prügel”.

 

Die Wortbeiträge des SG-Verantwortlichen allerdings bleiben trotz der verheerenden Pleite sachlich und beschwichtigend. „Es gibt gute Gründe für diese Niederlage“, begann Schwartz seinen Erklärungsansatz. Zuvorderst stellte er die Leistung der ostwestfälischen Gastgeber: „Isselhorst hat über 60 Minuten eine unglaublich gute Performance abgeliefert. Dieses Team schlagen zu wollen, daran werden noch ganz andere Mannschaften in der Liga scheitern.” Berücksichtigung fand in Schwartz‘ Ausführungen aber natürlich auch das eigene Wirken. Die SG geriet bereits vor Anwurf in die Bredouille – und zwar personeller Natur. Nach den planmäßigen Ausfällen der Leistungsträger Jens Hunkemöller und Lars Mönig, mussten auch Christopher Cooper und Nils Baumhögger kurzfristig absagen. „Gleich vier Spieler zu ersetzen, das schaffen wir natürlich nicht ohne Qualitätsverlust.” Schwartz brachte den A-Jugendlichen Janik Neumann und Reserve-Spieler Sebastian Specht. Beiden bescheinigte der SG-Trainer eine „gute Leistung”. Natürlich aber stand seine auf diese Weise dezimierte Mannschaft auf verlorenem Posten gegen den Branchenführer aus Isselhorst. Bereits zur Halbzeit führten die Gastgeber mit elf Toren und auch nach dem Seitenwechsel wurde den Sendenhorstern im chronischen Angriffswirbel des Spitzenreiters schwindelig.

„Keinen Vorwurf an meine Mannschaft. Sicher, unsere Rückwärtsbewegung war mangelhaft. Aber was will man den Jungs nach dem 13. Tempogegenstoß vorwerfen?”, fragte Schwartz rhetorisch. „Nein, wir wissen diese Niederlage einzuordnen. Wir haben die Partie direkt nach dem Abpfiff abgehakt und blicken jetzt gemeinsam nach vorn: Am Samstag empfangen wir Kinderhaus. Das ist ein Gegner, der uns eher liegt. Da müssen wir punkten.”

Sendenhorst: Schöne, Jörg Hunkemöller (1), Haake (2), Feldmann (1), Suntrup, Neumann (3), Specht, Schmitz, Martin Kleikamp (8), Matthias Kleikamp (2), Thomas Cervenka (6).

Westfälische Nachrichten; 01.10.2017; U. Schaper