Irgendwie haben höhere Mächte offenbar im Sinn, dass ich weiterhin keine Ruhe bekomme“, sagt SG-Trainer Andreas Schwartz, der sich zwar über die Rückkehr von Lars Mönig und Martin Kleikamp freut, der aber gleichzeitig auf Yascha Feldmann, Jörg Hunkemöller und Nils Baumhögger verzichten muss.

Erneut drohen die Ausfälle die Statik des SG-Spiels nachhaltig zu unterminieren. Hörste liegt auf Rang vier in der Tabelle und hat am zurückliegenden Spieltag der SG Telgte einen Dämpfer verpasst (30:29).

„Die spielen keinen schlechten Streifen“, weiß Schwartz, der den Gegner höchstpersönlich in Augenschein genommen hat. Seine eigene Sieben wird er in Sachen Offensivbewegung auf Linie bringen müssen. „Da waren wir gegen Kinderhaus zu schwach – das darf uns gegen Hörste nicht passieren“, sagt der Übungsleiter.

Westfälische Nachrichten; 13.10.2017; U. Schaper

 

Sendenhorsts Trainer Andreas Schwartz ist eigentlich ein großer Freund von Ordnung, von Stabilität und Kontrolle. Es war ihm daher sichtlich unangenehm, dass ausgerechnet er selbst den Moment verpasste, um das Spiel seiner Landesliga-Handballer kurz anzuhalten und den Sieg praktisch zu sichern. Zwar setzte sich seine Mannschaft auch ohne taktischen Kniff durch. Die Schlussphase beim 21:20 (12:9)-Sieg gegen Westfalia Kinderhaus aber stellte die Nerven von Schwartz, seinen Angestellten und den gesammelten Zuschauern auf eine harte Probe.

Die letzte Spielminute einer eher mauen aber immerhin spannenden Landesliga-Begegnung war angebrochen. Sendenhorst war im Ballbesitz. Auf der Uhr rannen die Sekunden und der Griff zur Time-Out-Karte hätte wahrscheinlich eine ebenso beruhigende wie ordnende Wirkung auf die mit einem Tor in Führung liegenden Gastgeber gehabt. Gleichzeitig hätte es das Team aus Kinderhaus der Chance beraubt, einen letzten geordneten Offensivvortrag zu beginnen. Schwartz aber ließ die Finger von der Karte.

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Die Handballer der SG Sendenhorst wollen im Heimspiel gegen Westfalia Kinderhaus den zweiten Saisonsieg einfahren. Die Gäste sind noch ohne Punktgewinn. Allerdings fehlt der SG ein zentraler Baustein.

Die Klatsche in Isselhorst ist abgehakt, die Sendenhorster Blicke richten sich einzig und allein aufs Heimduell gegenWestfalia Kinderhaus. „Isselhorst ist nicht unsere Kragenweite, die sind in anderen Sphären unterwegs, Kinderhaus liegt in unserem Leistungsbereich“, sagtAn­dreas Schwartz. „Nach holpriger Vorbereitung kommen die Münsteraner langsam ins Rollen. Qualität ist da schon vorhanden“, so der SG-Coach weiter.

Die neue Saison ist für die SG Sendenhorst erst drei Spieltage alt. Durchzogen wird sie bislang von starken Schwankungen. Bei der 29:37-Auftaktniederlage gegen Hesselteich sah Trainer Andreas Schwartz seine Belegschaft in nicht konkurrenzfähigem Zustand, beim 28:26-Heimsieg gegen Havixbeck zeigte das Team immerhin Moral, holte einen Sieben-Tore-Rückstand auf und gewann schließlich im Zielsprint. Nun dies: 23:41 (12:23) verloren die Landesliga-Handballer beim Spitzenreiter in Isselhorst. Selbst der Übungsleiter sprach in dem Zusammenhang von einer „Tracht Prügel”.

Wenn Sportler auf negative Erfahrungen angesprochen werden, kommt oft der Satz: „Darüber möchte ich nicht mehr sprechen. Ich schaue nur nach vorne.“ Andreas Schwartz, Trainer des Landesliga-Teams der SG Sendenhorst, hat sich diesen Satz verkniffen. Er weiß, so eine Niederlage, wie sie seine Mannschaft beim 29:37 gegen Hesselteich erlebte, bedarf einiger Erklärung und Aufarbeitung.

„Wir haben das mit Augenmaß aufgearbeitet. Ich glaube, die Mannschaft weiß, was schief gelaufen ist“, sagt der SG-Verantwortliche, ohne das Geschehene zu dramatisieren. „Es gibt halt so Tage, da trifft man konsequent die falschen Entscheidungen.“